Familienfreundliche Kirche

Wie sähe eine Kirche aus, die Kinder und Familien stets im Blick hat?

Das Fokusprojekt Familienfreundliche Kirche greift diese Leitfrage auf und nimmt die Arbeit mit Familien und anderen Lebensgemeinschaften bewusst in den Mittelpunkt kirchlichen Handelns. Studien zeigen, dass die Bedeutung von Religion im Familienalltag abnimmt. Gleichzeitig bieten Gemeinden und kirchliche Einrichtungen nach wie vor besondere Räume, in denen Familien angesprochen, begleitet und beteiligt werden können.

Vor diesem Hintergrund erprobt das Fokusprojekt neue Wege, wie Kirche vor Ort familienorientierter gestaltet werden kann. In einem 18 monatigen Entwicklungsprogramm arbeiten ausgewählte Pilotkirchenkreise daran, bestehende Strukturen zu überprüfen, neue Ansätze zu entwickeln und Erfahrungen systematisch auszuwerten. Das Programm wird durch fachliche Begleitung, thematische Workshops und kollegialen Austausch unterstützt.

Das Ziel

Ziel ist es, die Arbeit mit Familien konzeptionell und strukturell zu einem entscheidenden zukunftsrelevanten Schwerpunkt kirchlichen Handelns zu machen. Damit leistet das Fokusprojekt einen zentralen Beitrag zum von der Synode beschlossenen Zukunftsschwerpunkt Anfänge im Glauben.

Messbar wird das daran sein:
Im Jahr 2030 gibt es auf der Ebene der Landeskirche und der Kirchenkreise Konzepte, Strukturen, Ansprechpartnerinnen- und partner für die Arbeit mit Familien.

Entwicklungprogramms für eine Familienorientierte Kirche

Das Entwicklungsprogramm arbeitet in zwei miteinander verbundenen Handlungsfeldern. Zum einen richtet es sich mit einer Fortbildungs und Workshopreihe an Teams aus Kirchengemeinden und Regionen. Die teilnehmenden Teams werden fachlich begleitet, entwickeln eigene Praxisimpulse und erproben neue Angebote, die langfristig vor Ort verankert werden können. Ziel ist es, den Bezug von Familien zur Kirche zu stärken oder neu aufzubauen.

Zum anderen fördert das Entwicklungsprogramm die Zusammenarbeit familienbezogener Akteurinnen und Akteure im Kirchenkreis. Kirchengemeinden, Kitas, Familienzentren, Bildungsarbeit und Diakonie werden stärker vernetzt, um Ressourcen zu bündeln und gemeinsam neue Perspektiven für die Arbeit mit Familien zu entwickeln.

Pilotkirchenkreis

Für die Erprobung dieses Entwicklungsprogramms wurden zwei Pilotkirchenkreise ausgewählt. Die Wahl fiel auf die beiden Kirchenkreise:

  • Wolfsburg Wittingen 
  • Leine Solling

Beide Kirchenkreise bringen unterschiedliche strukturelle Voraussetzungen und Erfahrungen ein und ermöglichen es so, familienorientierte Kirche in verschiedenen kirchlichen und gesellschaftlichen Kontexten zu erproben. 

Weitere Infos und FAQs findejn Sie hier: www.kirchemitfamilie.de 

Das Auswahlverfahren

Sechs Kirchenkreise unserer Landeskirche haben sich als Pilotkirchenkreis für das Entwicklungsprogramm beworben. Im Dezember hat sich die Fokusgruppe zur Auswahl zweier Pilotkirchenkreise getroffen. Alle Bewerberkirchenkreise erfüllten die Voraussetzungen für eine Teilnahme. Mit jedem dieser Kirchenkreise hätte die Durchführung des Entwicklungsprogramms gut realisiert werden können. Für die Auswahl waren folgende Kriterien entscheidend:

  • Anteil interessierter Gemeinden und Einrichtungen
  • Verfügbare Ressourcen (z. B. einbringbare Stellenanteile)
  • Vernetzungspotenzial im Kirchenkreis
  • Vision und strategische Ausrichtung
  • Passung der Erwartungen zu den Projektbausteinen
  • Ausgewogenheit zwischen städtischen und ländlichen Räumen

Die Wahl fiel schließlich auf die Kirchenkreise: 

  • Wolfsburg-Wittingen (städtisch geprägt)
  • Leine-Solling (ländlich geprägt)

Aktuell finden erste Treffen der Koordinatorin mit den Pilotkirchenkreisen statt. Gemeinsam wird die Prozessarchitektur entwickelt und die Workshop-Reihe konkret ausgestaltet.

Weitere Infos unter: www.kirchemitfamilie.de 

Landeskirchenweites Netzwerk für Familienorientierung

Ein weiters zentrales Element des Entwicklungsprogramms ist der Aufbau eines landeskirchenweiten Netzwerks für Familienorientierung. Herzstück dieses Netzwerks sind regelmäßige digitale Treffen, die einmal im Monat stattfinden, jeweils am letzten Donnerstag von 20:00 bis 21:30 Uhr. Das Format verbindet einen kurzen fachlichen Impuls mit Raum für Austausch und Vernetzung. Darüber hinaus werden hier Erfahrungen und Erkenntnisse aus den Pilotkirchenkreisen vorgestellt, geteilt und gemeinsam weiterentwickelt.


Der Weg

1. Denklabor “Welche Kirche brauchen Familien?” (23.08.2023)

50 Akteure und Akteurinnen aus verschiedenen Ebenen landeskirchlichen Handelns trafen sich im August 2023 im Stephansstift in Hannover.

In einem Impulsvortrag entfaltete Paula Lichtenberger (damals noch Referentin für Familienbildung im Zentrum Bildung der EKHN), was Familien beschäftigt und was sie von Kirche erwarten. Auch Gelingensfaktoren einer familienorientierten Kirche wurden erörtert.

Im Anschluss erarbeiteten die Anwesenden Aufgaben und Anstöße zur Weiterarbeit hin zu einer familienorientierten Kirche.
Interessierte konnten sich bereits hier einem Thema zuordnen und ihr Mitwirken in einer “Fokusgruppe” anmelden.

2. Erstes Treffen der “Fokusgruppe” (20.11.2023)

Zur multiprofessionell arbeitenden Fokusgruppe zählen 10 Mitwirkende des Denklabors, die verschiedene Ebenen landeskirchlichen Handelns repräsentieren. Nach Sichtung wissenschaftlicher und handlungsorientierter Literatur zum Thema findet noch im Februar ein längeres Präsenztreffen statt, um Strategien zur Weiterarbeit zu verabreden. Weitere Treffen sind vorgesehen.

3. Die Fokusgruppe identifiziert ein Entwicklungsprogramm „Familienorientierte Kirche“

Im Rahmen des Entwicklungsprogramms sollen sich in den Jahren 2025 bis 2027 ausgewählte Kirchenkreise (Bewerbungsphase im Sommer 2025) auf den Weg zu mehr Familienorientierung machen. Erfahrungen und Gelingensfaktoren werden dokumentiert und weiteren Kirchenkreisen und -gemeinden zur Verfügung gestellt. Eine hauptamtliche Koordinierung begleitet die Prozesse und sichert die Übertragbarkeit.

4. Bewerbungsphase

Stellenausschreibung (bis 25. Mai 2025) und Besetzung der Koordinierungsstelle

  • Bewerbungsphase für interessierte Kirchenkreise (Juli bis Oktober 2025)
  • 1./9. Oktober 2025, 19-20 Uhr: Informationsveranstaltung online
  • 25. November 2025: Bewerbungsschluss für das Entwicklungsprogramm „Kirche mit Familien“
5. Koordinatorin für eine familienorientierte Kirche

Diakonin Stephanie Riese übernimmt seid dem 1. Dezember die Stelle der „Koordinatorin Familienorientierte Kirche“.

Im Mittelpunkt steht die Begleitung der Pilotkirchenkreise, die Entwicklung neuer Vernetzungsformate sowie konzeptionelle Arbeit im Themenfeld Familie und Kirche.

6. Auswahl der Pilotkirchenkreise

Aus sechs überzeugenden Bewerbungen wurden die Kirchenkreise Wolfsburg-Wittingen für den städtischen Raum und Leine-Solling für den ländlichen Raum als Pilotkirchenkreise des Entwicklungsprogramms „Familienorientierte Kirche“ ausgewählt.

Weitere Informationen zum Projektverlauf finden Sie unter www.kirchemitfamilie.de.

7. Weitere Wegstrecken werden halbjährlich ergänzt


Fokusgruppe

Stefanie Riese (Diakonin und Koordinatorin für Familienorientierte Kirche - rpi Loccum)

Gert Liebenehm (Elementarpädagogik - rpi Loccum)

Hanna Dallmeier (Kirche mit Kindern und Familien - Michaeliskloster)

Christiane Kiesé (Ev. Familienbildungsstätte Hannover)

Peter Meißner (Haus kirchlicher Dienste)

Karsten Piehl (Ev. Familienbildungsstätte, diakonische Einrichtungen und Dienste im Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen)

Magdalene Martensen (Ev. Arbeitsgemeinschaft Familie in Niedersachsen)

Sabine Schütte (Familienzentrum im Kirchenkreis Soltau)

Tjedo Backer (Diakon in Berenbostel-Stellingen)

Cornelia Rubach (Diakonin im Kirchenkreis Hittfeld)

Isabelle Willemsen (Diakonin im Kirchenkreis Hittfeld)

Mareike Hinrichsen-Mohr (Pastorin in Bruchhausen-Vilsen, stellvertretende Superintendentin im KK Syke-Hoya)

Arne Hildebrand (Pastor in Buchholz)


Kontakt

Stefanie Riese
Diakonin und Koordinatorin für Familienorientierte Kirche
Stephanie Riese
rpi - loccum

Telefon:
017641871689
Pastorin
Hanna Dallmeier
Michaeliskloster – Gottesdienst mit Kindern und Familien

Telefon:
05121 6971-452
Pastor
Gert Liebenehm
rpi-Loccum – Elementarpädagogik

Telefon:
05766 81-150