Oikomene

Kirche interkulturell, international, ökumenisch

Kirche im Wandel der Gesellschaft neu gestalten

In diesem Prozess geht es darum, die Landeskirche in einer vielfältigen und internationalen Gesellschaft glaubwürdig und attraktiv zu gestalten und die vorhandenen Ressourcen effizient einzusetzen.

Der Rahmen

Die Situation
Die Gesellschaft in Niedersachsen wird zugleich weniger religiös und religiös vielfältiger, konfessionell indifferenter, kulturell diverser und stärker international geprägt. Gleichzeitig wirken sich Globalisierung und weltweite Abhängigkeiten zunehmend aus in Wirtschaft und Verkehr, Politik und Gesellschaft, Kultur und Medien sowie der Bedrohung unserer Lebensgrundlage.

Auftrag der Kirche
Unsere Landeskirche versteht sich als Teil der weltweiten Kirche Jesu Christi, als Teil der Ökumene. In diesem Sinne hält Artikel 1 der Kirchenverfassung als „Auftrag der Kirche“ fest:

  • „Durch das Evangelium ist sie [= die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers] berufen zum öffentlichen Zeugnis, zum Dienst der Nächstenliebe und zur Gemeinschaft der Kirche.“ (Abs. 1 Satz 2).
  • „Verkündigung, Zeugnis und Dienst erfolgen in Gemeinschaft mit anderen christlichen Kirchen …“ (Abs. 3).

Potenzial und Aufgabe
Auch in der oben skizzierten Situation kann die Landeskirche ihrem Auftrag gerecht werden, ein zentraler Akteur in der Gesellschaft bleiben und als Arbeitgeber attraktiv sein. Voraussetzung dafür ist, dass sie die gesellschaftlichen Entwicklungen bewusst wahrnimmt und sich konstruktiv auf sie einstellt.

Konkret bedeutet das:
Interkulturelle Kirchenentwicklung
Ökumene der Sendung
Globale Vernetzung

Das Ziel

Ziel des Prozesses ist es, die Zusammenarbeit der dem Referat 23 „Mission, Ökumene, Religionen“ zugeordneten Organisationseinheiten aufeinander abzustimmen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Dazu gehören die Kommunikation und Abstimmung untereinander, die Klärung von Zuständigkeiten, die Koordination und Kooperation sowie die gemeinsame Strategieplanung. Im Mittelpunkt stehen dabei die bereits bearbeiteten und künftig anstehenden Themen, Handlungsfelder, Zielgruppen und Formate.

So können die verschiedenen Handlungsbereiche des Referats 23 ihren Auftrag gemäß der Kirchenverfassung erfüllen und dabei sowohl die aktuelle Situation als auch die zur Verfügung stehenden, abnehmenden Ressourcen berücksichtigen. Ziel ist es, in Abstimmung miteinander effektiv und effizient zu handeln, Doppelungen zu vermeiden und Synergien zu nutzen.

Beteiligt sind die Leitungen folgender Einheiten:

Geleitet wird der Prozess vom Referat 23 „Mission, Ökumene, Religionen“ im Landeskirchenamt. Die Leitung des Referats bringt dabei auch die Perspektiven weiterer Organisationen und kirchlicher Zusammenschlüsse ein, in deren Leitungsgremien sie Ämter innehat. Dazu gehören das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung mit Brot für die Welt und der Diakonie Katastrophenhilfe, der Lutherische Weltbund, die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa und die Gossner Mission.


Entwicklung

Im Jahr 2022 wurden die verschiedenen Arbeitsbereiche der Landeskirche zu Mission, Ökumene, Religionen, Entwicklungszusammenarbeit und internationaler Vernetzung in einem gemeinsamen Prozess stärker zusammengeführt.

Beteiligt waren neben den zuständigen landeskirchlichen Stellen auch Synodale, Gemeindepastorinnen und externe Fachleute. Gemeinsam wurde daran gearbeitet, Aufgaben und Zuständigkeiten besser aufeinander abzustimmen, vorhandene Ressourcen gezielter einzusetzen und Doppelstrukturen zu vermeiden.

Hieraus entstand der Prozess „Kirche interkulturell, international, ökumenisch“. Seit September 2022 kommen die beteiligten Bereiche regelmäßig zusammen, um Themen zu koordinieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Perspektiven weiterzuentwickeln.


Beteiligte Personen

Leitung:
Di
rk Stelter, Leiter des Referats 23 „Mission, Ökumene, Religionen“ im
Landeskirchenamt

Denise Irmscher, Leiterin des landeskirchlichen Referats Brot für die Welt/Diakonie Katastrophenhilfe
Linda Matzke, Leiterin des Kirchlichen Entwicklungsdienstes der ev.-luth. Landeskirchen in Braunschweig und Hannovers, sowie KED-Beau5ragte der ev.-luth. Landeskirchen in Braunschweig und Hannovers
Lars-Torsten Nolte, Leiter des Teams „Ökumene und Religionen“ in der Evangelischen Agentur der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Holger Siebert, Direktor des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen