Oikomene

Kirche interkulturell, international, ökumenisch

Kirche glaubwürdig und attraktiv gestalten in einer vielfältigen, internationalen Gesellschaft

Die Herausforderung

Die Gesellschaft in Niedersachsen wird zugleich weniger religiös und religiös vielfältiger, konfessionell indifferenter, kulturell diverser und zunehmend international geprägt.
24,3 % der Bevölkerung in Niedersachsen haben einen Migrationshintergrund, bei den unter 18-Jährigen sind es 37 %. Deutschlandweit sind 56 % der Menschen mit Migrationshintergrund christlich.
Gleichzeitig prägen Globalisierung und weltweite Abhängigkeiten zunehmend Wirtschaft und Verkehr, Politik und Gesellschaft, Kultur und Medien sowie den Umgang mit der Bedrohung unserer Lebensgrundlagen.

Auftrag der Kirche
Die Kirchenverfassung beschreibt den Auftrag der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers in Artikel 1:
„Durch das Evangelium ist sie berufen zum öffentlichen Zeugnis, zum Dienst der Nächstenliebe und zur Gemeinschaft der Kirche.“ (Abs. 1 Satz 2). 
„Verkündigung, Zeugnis und Dienst erfolgen in Gemeinschaft mit anderen christlichen Kirchen …“ (Abs. 3).

Potenzial und Aufgabe
Auch unter diesen veränderten gesellschaftlichen Bedingungen kann die Landeskirche ihrem Auftrag gerecht werden, ein zentraler Akteur in der Gesellschaft bleiben und als Arbeitgeber attraktiv sein. Voraussetzung dafür ist, dass sie die gesellschaftlichen Entwicklungen bewusst wahrnimmt und sich konstruktiv auf sie einstellt.

Konkret bedeutet das:
Interkulturelle Kirchenentwicklung
Ökumene der Sendung
Globale Vernetzung

Das Ziel

Das Ziel dieses Prozesses ist eine abgestimmte Zusammenarbeit der dem Referat „Mission, Ökumene, Religionen“ zugeordneten Organisationseinheiten. Dazu gehören Kommunikation, Abstimmung, Abgrenzung, Koordination, Kooperation und gemeinsame Strategieplanung.

Beteiligt sind:
das Landeskirchliche Referat Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe im Diakonischen Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e. V., das Evangelisch-lutherische Missionswerk in Niedersachsen, das Team „Ökumene und Religionen“ in der Service Agentur der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers sowie der Kirchliche Entwicklungsdienst der evangelisch-lutherischen Landeskirchen in Braunschweig und Hannovers.

Im Mittelpunkt stehen die bereits bearbeiteten und künftig zu bearbeitenden Themen, Handlungsfelder, Zielgruppen und Formate.

Die Ergebnisse dieses Fokusprojektes sollen von Menschen in der Kirchenleitung ebenso wie von haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in den Gemeinden wahrgenommen werden.


Entwicklung

Im Jahr 2022 wurden die verschiedenen Arbeitsbereiche der Landeskirche zu Mission, Ökumene, Religionen, Entwicklungszusammenarbeit und internationaler Vernetzung in einem gemeinsamen Prozess stärker zusammengeführt.

Beteiligt waren neben den zuständigen landeskirchlichen Stellen auch Synodale, Gemeindepastorinnen und externe Fachleute. Gemeinsam wurde daran gearbeitet, Aufgaben und Zuständigkeiten besser aufeinander abzustimmen, vorhandene Ressourcen gezielter einzusetzen und Doppelstrukturen zu vermeiden.

Aus diesem Prozess entstand „Kirche interkulturell, international, ökumenisch“. Seit September 2022 kommen die beteiligten Bereiche regelmäßig zusammen, um Themen zu koordinieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Perspektiven weiterzuentwickeln.

Dabei fließen auch Erfahrungen und Impulse aus der Zusammenarbeit mit internationalen und ökumenischen Partnern wie dem Lutherischen Weltbund, Brot für die Welt und der Gossner Mission ein. Der Prozess ist außerdem mit dem Synodenausschuss „Mission und Ökumene“ vernetzt.


Beteiligte Personen

Leitung:
Di
rk Stelter, Leiter des Referats 23 „Mission, Ökumene, Religionen“ im
Landeskirchenamt

Denise Irmscher, Leiterin des landeskirchlichen Referats Brot für die Welt/Diakonie Katastrophenhilfe
Linda Matzke, Leiterin des Kirchlichen Entwicklungsdienstes der ev.-luth. Landeskirchen in Braunschweig und Hannovers, sowie KED-Beau5ragte der ev.-luth. Landeskirchen in Braunschweig und Hannovers
Holger Siebert, Direktor des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen
Lars-Torsten Nolte, Leiter des Teams „Ökumene und Religionen“ in der Evangelischen Agentur der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers