Die Situation
Die Gesellschaft in Niedersachsen wird zugleich weniger religiös und religiös vielfältiger, konfessionell indifferenter, kulturell diverser und zunehmend international geprägt. Gleichzeitig wirken sich Globalisierung und weltweite Abhängigkeiten zunehmend aus in Wirtschaft und Verkehr, Politik und Gesellschaft, Kultur und Medien sowie der Bedrohung unserer Lebensgrundlage.
Auftrag der Kirche
Unsere Landeskirche versteht sich als Teil der weltweiten Kirche Jesu Christi, als Teil der Ökumene. In diesem Sinne hält Artikel 1 der Kirchenverfassung als „Auftrag der Kirche“ fest:
- „Durch das Evangelium ist sie [= die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers] berufen zum öffentlichen Zeugnis, zum Dienst der Nächstenliebe und zur Gemeinschaft der Kirche.“ (Abs. 1 Satz 2).
- „Verkündigung, Zeugnis und Dienst erfolgen in Gemeinschaft mit anderen christlichen Kirchen …“ (Abs. 3).
Potenzial und Aufgabe
Auch in der oben skizzierten Situation kann die Landeskirche ihrem Auftrag gerecht werden, ein zentraler Akteur in der Gesellschaft bleiben und als Arbeitgeber attraktiv sein. Voraussetzung dafür ist, dass sie die gesellschaftlichen Entwicklungen bewusst wahrnimmt und sich konstruktiv auf sie einstellt.